Tourbillon
Eine Komplikation, welche die Einflüsse der
Schwerkraft ausgleicht und die Präzision
der Uhren steigert. Der rotierende
Mechanismus ist über eine Öffnung auf
dem Zifferblatt zu sehen.
Das Tourbillon gleicht durch die Schwerkraft verursachte Fehler der Ganggenauigkeit aus, indem die Unruh in einem Drehkäfig untergebracht wird. Eine Uhr, die mit einem Tourbillon ausgestattet ist, bietet somit eine höhere Präzision.
Die Unruh, deren Schwingung für die Ganggenauigkeit der Uhr verantwortlich ist, unterliegt den Einflüssen der Schwerkraft. In senkrechter Lage wird sie durch die Erdanziehungskraft beschleunigt oder verlangsamt, wodurch die Uhr vor- oder nachgeht. Bei einem mit Tourbillon ausgestatteten Zeitmesser befinden sich Hemmung und Unruhspirale - die Regelkomponenten der Uhr - in einem Drehkäfig. Dieser Käfig vollführt pro Minute eine vollständige Drehung um sich selbst, wodurch diese Komponenten nach und nach in alle senkrechten Lagen gebracht werden. Beschleunigungen und Verlangsamungen werden somit ausgeglichen und vermieden.
Das im Jahre 1801 von A.-L. Breguet patentierte Tourbillon ist eines der Meisterstücke der Uhrmacherkunst. Nur wenige Uhrmacher beherrschen die Fertigung dieser Komplikation.
Blancpain präsentierte im Jahre 1989 ein fliegendes Tourbillon, dessen Käfig durch ein winziges Kugellager gehalten und geführt wird. Dieses System bietet einen vollkommen uneingeschränkten Blick auf den Tourbillonkäfig.
Blancpain ist außerdem die Uhrenmarke, von der die meisten Kombinationen aus Tourbillon und anderen Komplikationen entwickelt und lanciert wurden. Beispielsweise entwickelte die Manufaktur von Le Brassus zum Jahrhundertwechsel die weltweit erste Kombination aus Tourbillon-Komplikationen und Chronograph sowie den ersten Automatiktourbillon mit ewigem Kalender und 8 Tagen Gangreserve.




